Veränderung von Pflanzen durch Crispr-Cas

Veränderung von Pflanzen durch Crispr-Cas

Die beiden Entdeckerinnen der Methode bei Bakterien haben recht schnell eine Partnerschaft mit Dupont geschlossen, die unabhängig vom Ausgang des Patentstreits bereits daran arbeiten, die Methode für Pflanzen einzusetzen. Bislang hat man erste Erfolge bei

  • Raps
  • Mais
  • Sojabohnen

feiern können. Allerdings dürfen noch keine Produkte auf dem Markt gebracht werden.

Debatte um GMO

Eine Frage die sich stellt ist ob Pflanzen, die mit Crispr-Cas verändert wurden, als gentechnisch verändert gelten und deshalb gesondert gekennzeichnet werden. Das könnte sich auch auf den Genehmigungsprozess auswirken. Es fehlt aber noch eine Rechtsprechung dazu. Es geht vor allem um solche Pflanzen, bei denen mit der Gen-Schere Teile entnommen wurden, ohne das etwas Neues eingefügt wurde.

Lizenzen

Man erwartet, dass die Patentinhaber Lizenzen vergeben werden. So hat das Broad-Institut bereits eine Lizenz an Monsanto vergeben, allerdings bestimmte Pflanzen wie Tabak davon ausgeschlossen. Es dürfen auch keine sterilen Pflanzen hergestellt werden.

Solange die grundsätzliche Entscheidung im Patentstreit nicht gefallen ist, werden sich Investoren und die Firmen im Agrarbereich erst einmal zurückhalten. Klar dürfte aber sein, dass es ein großes Interesse gibt, vor allem auch im Hinblick auf eine effizientere Landwirtschaft und höhere Erträge.